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Grossteil der Schweizer Eschen wird in den nächsten Jahren absterben. – Majority of Swiss Ash-trees predicted to die within the next few years.

Majority of Swiss Ash-trees predicted to die within the next few years due to a fungal infection. About 5 % of all trees in Switzerland are Ash-trees, 90% of these are already infected.

20 min

Switzerland Ash-tree die off 2017

Switzerland Ash-tree die off 2017 Image: 20min.ch

Asien-Pilz befällt 90% der Schweizer Eschen

Eschen sind die zweithäufigsten Laubbäume in der Schweiz. Ein Grossteil von ihnen wird in den nächsten Jahren wegen Pilzbefall absterben. Ein Gegenmittel ist nicht in Sicht.

Wer im Wald spazieren geht, muss sich in Acht nehmen. Es besteht die Gefahr, dass dicke Äste von Eschen abbrechen oder gar ganze Bäume umkippen. «Schon jetzt stürzen vereinzelt Eschen bereits bei mässigem Wind um», sagt Heinz Engler vom Verband der St. Galler Waldbesitzer.

Grund für die umstürzenden Bäume ist ein Pilz. Das sogenannte Falsche Weisse Stängelbecherchen befällt die Eschen und lässt Äste und Triebe absterben. Diese können dann bei Wind leicht abbrechen. Durch die Schwächung hat zudem der Pilz Hallimasch ein leichtes Spiel. Er beginnt, die Wurzeln durch Fäulnis zu zersetzen, wodurch die Bäume ihre Stabilität verlieren.

90 Prozent der Bäume sind befallen

Ob eine Esche befallen ist, sieht man an den vertrockneten Blättern. Im fortgeschrittenen Stadium sterben ganze Baumkronen ab. Der aus Ostasien eingeschleppte Pilz wurde 2008 in der Schweiz erstmals festgestellt. Innert weniger Jahre hat er sich in der ganzen Schweiz ausgebreitet.

«Rund 90 Prozent aller Eschen sind vom Falschen Weissen Stängelbecherchen befallen», sagt Daniel Rigling von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Derzeit sei es noch schwierig abzuschätzen, wie viele der befallenen Bäume absterben werden. Besonders gefährlich sei es, wenn der Pilz den Stamm angreife.

 Es gibt noch kein Gegenmittel

Eine Studie aus Lettland, wo der Pilz schon länger heimisch ist, zeigt, dass der Rückgang massiv sein kann. Auf dem untersuchten Gelände waren nach zehn Jahren nur noch vier von 26 Eschen am Leben. «Wir gehen deshalb davon aus, dass es auch in der Schweiz einen starken Rückgang des Bestands geben wird», sagt Rigling.

Möglichkeiten, den Pilz in den Griff zu kriegen, sind derzeit nicht in Sicht. Im Fokus der Forschung stehen deshalb die Eschen, die den Pilz abwehren können. «Wir möchten in den kommenden Jahren herausfinden, wieso sie nicht oder nur schwach befallen werden», sagt Rigling. Erste Erkenntnisse zeigen zum Beispiel, dass der Pilz an trockenen Standorten weniger effektiv ist.

Categories: Deutsch, Heath, Recently, Weather

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