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Germany: Female Doctors fear for their Lives as aggressions increasese – Kreis Germersheim: Ärztinnen fürchten um “Leib und Leben”

Germersheim Aerztinnen fuerchten um ihr Leben

Germersheim Aerztinnen fuerchten um ihr Leben

Die Rheinpfalz:

All of the registered female general practitioners signed a urgent letter to the Physicians Union in Germersheim. The letter outlines the conditions, in which the emergency center is obligated to conduct their service. At this point in time, female doctors are willing to paid a substitute doctor up to 1000 Euro for taking a 13- hours shift.

The letter states:

“We female doctors are by now in fear and terror – would anyone send their wife / mother/ daughter alone to a stranger’s apartment at night to respond to a possibly fake emergency call?

Despite increasing aggressions against doctors they are forced to enter homes without backup or witnesses:

“As is well known, Germersheim is a danger zone. There are neighborhoods, where also other medical worker only go with additional protection.”

The female doctors demand back-up by a driver or EMS.

 

Comment AEG: Once more, the question is avoided: who is attacking female doctors and why have no-go zones and violence against women increased drastically in recent years?

Original Article in German: 

Alle 45 niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen haben einen Brandbrief an die Kassenärztliche Vereinigung unterschrieben. Anlass sind die Bedingungen, unter denen sie in der Bereitschaftszentrale Germersheim ihren Dienst leisten müssen. Mittlerweile zahlen sie für Vertretungen lieber bis zu 1000 Euro – für 13 Stunden Dienst.

„Wir Ärztinnen sind mittlerweile in Angst um unser Leib und Leben – oder würde man Frau/Mutter/Tochter nachts alleine in fremde Wohnungen schicken nach eventuell vorab fingiertem Notruf?“ – In dieser rhetorischen Frage gipfelt ein Schreiben aller Ärztinnen im Kreis Germersheim. Sie müssen regelmäßig Dienste in der Bereitschaftsdienstzentrale Germersheim leisten. Und dort steht ein Fahrdienst nur bis 19 Uhr zur Verfügung.

Hausbesuche ohne Begleiter

Das bedeutet: Trotz zunehmender Aggressionen gegenüber Helfern müssen die Ärztinnen Hausbesuche ohne Begleiter oder Zeugen erledigen. „Wie hinlänglich bekannt ist, gilt Germersheim als Brennpunkt, da es in der Stadt Bezirke gibt, wo selbst andere Helfer nur mit zusätzlichem Schutz hingehen“, heißt es in dem Schreiben.

Die Ärztinnen fordern für ihre Sicherheit rund um die Uhr einen Fahrer mit medizinischer Ausbildung, beispielsweise einen Sanitäter. Der Fahrer sollte die Ärztin in die Wohnung begleiten und bei der Versorgung des Patienten assistieren. „Bei Gefahr kann der Fahrer auch einen Notruf absetzen und hinterher als Zeuge fungieren“, so die Frauen. Die Bereitschaftszentralen in Landau und im Nordbadischen würden dies so handhaben. Auch in Kandel sei dies früher der Fall gewesen.

Kollegen 1000 Euro geboten

„Wegen der unangenehmen Arbeitsbedingungen in der Bereitschaftszentrale Germersheim werden Kollegen zur Übernahme von Diensten bis zu 1000 Euro angeboten. Diese Tatsache sagt schon alles über die Zentrale Germersheim im Vergleich zu anderen aus“, heißt es in dem Schreiben.

Die Zustände seien sogar eine Gefahr für die künftige ärztliche Versorgung im Kreis Germersheim, argumentieren die Ärztinnen: „In den nächsten Jahren werden viele Praxen aus Altersgründen abgegeben werden. Die Hausarztmedizin wird zunehmend weiblich. Angesichts der Gefahren im Notdienst in seiner jetzigen Struktur werden noch weniger Hausarztpraxen einen Nachfolger beziehungsweise eine Nachfolgerin finden. Auch den Facharztpraxen wird es da nicht besser ergehen.“

„Wir haben Verständnis für das Anliegen der Ärzte in der Bereitschaftsregion Germersheim und arbeiten schon seit längerem an einer übergreifenden Lösung“, teilt die Kassenärztliche Vereinigung zur Beschwerde der Ärztinnen mit. Die Kassenärztliche Vereinigung werde den Sachverhalt genau prüfen und anschließend dazu Stellung nehmen. (lap)

Categories: Deutsch, Heath, Recently, Society

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